Was ist Alleinarbeit?
Alleinarbeit bezeichnet eine Arbeitsform, bei der eine Person eine Tätigkeit außerhalb von Ruf- und Sichtweite zu anderen Personen verrichtet.
Viele Tätigkeiten erfordern Alleinarbeit. Alleinarbeit ist etwas, das dem üblichen Lebensrisiko entspricht und auf keinen Fall generell unzulässig ist. Allerdings können dabei Gefahren wie Unfall- oder Gesundheitsrisiken auftreten, die ohne Unterstützung anderer Arbeitnehmer nicht bewältigt werden können.
Aus diesem Grund sind Sie als Arbeitgeber in der Pflicht, Ihre Mitarbeiter zu schützen, indem Sie sich an die gesetzlichen Vorschriften halten. Dazu gehört unter anderem die Bewertung der Risiken bei Alleinarbeit, die Bereitstellung von Notfallausrüstung und regelmäßige Schulungen zum Umgang mit Gefahren.
Beispiele für Alleinarbeit:
- Arbeiten außerhalb der Regelarbeitszeit
- im Reinigungsdienst
- im Außendienst
- in der Landwirtschaft
- Wach- und Sicherheitsdienste
- Einzelhandel
- im Handwerk (zB bei Montagen)
- Anlagen mit wenig Personal
- großflächige Lager
- in der Forstwirtschaft
Warum denkt man an Prävention?
Es ist bereits was passiert
Gesetzliche Verpflichtung
Moralische Verpflichtung
Verbessert den Ruf des Unternehmens
Bringt langfristig mehr Gewinn
AlleinarbeiterInnenschutz ist aus verschiedenen Gründen für Unternehmen von großer Bedeutung. Zum einen ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass Arbeitgeber die Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeiter gewährleisten müssen, unabhängig davon, ob sie allein arbeiten oder nicht. Ein Verstoß gegen diese Vorschrift kann zu empfindlichen Strafen führen.
Darüber hinaus kann ein mangelhafter Arbeitsschutz zu Unfällen führen, die nicht nur für den betroffenen Mitarbeiter, sondern auch für das Unternehmen selbst erhebliche Konsequenzen haben können.
Beispielsweise kann ein Unfall dazu führen, dass der betroffene Mitarbeiter längere Zeit ausfällt, was zu Produktionsausfällen oder Verzögerungen führen kann. Dies kann sich wiederum negativ auf die Kundenbeziehungen und den Ruf des Unternehmens auswirken.
Nicht zuletzt ist der Arbeitsschutz auch aus moralischer Sicht wichtig. Als Arbeitgeber sollte man sich für das Wohlergehen und die Sicherheit seiner Mitarbeiter verantwortlich fühlen. Durch eine umfassende Arbeitsschutzpolitik signalisiert man den Mitarbeitern, dass man ihre Gesundheit und Sicherheit ernst nimmt und schätzt. Dies wirkt sich positiv auf das Arbeitsklima und die Mitarbeitermotivation aus.
Gründe für AlleinarbeiterInnenschutz:
- Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen
- Verhinderung von dauerhaften gesundheitlichen Schäden
- Schutz des Unternehmens
Im Falle eines Unfalls oder Vorfalls mit Alleinarbeit, kann dies nicht nur negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Arbeitnehmers haben, sondern auch auf das Unternehmen. Eine optimale Prävention kann dazu beitragen, das Unternehmen vor Schadensersatzforderungen und Rechtsstreitigkeiten zu schützen. - Verbesserung der Arbeitsbedingungen
Durch Maßnahmen wie regelmäßige Kontrollen, Schulungen und die Bereitstellung von Notfallausrüstung kann das Arbeitsumfeld sicherer und angenehmer gestaltet werden. - Erhöhung der Produktivität
Wenn sich Alleinarbeiter sicher fühlen und sich auf ihre Arbeit konzentrieren können, arbeiten sie in der Regel produktiver. - Vorteil bei Rekrutierung von neuen Mitarbeitern

Laut Studie der DGUV liegt der ROP-Faktor bei Arbeitsschutz 2,2 -
dh jeder in den Arbeitsschutz investierte Euro kommt mehr als doppelt zurück.
(Quelle: DGUV Report 1/2013. Berechnung des internationalen „Return on Prevention“ für Unternehmen)
Arbeitsschutz rentiert sich auch finanziell - Return on Prevention
Return on Prevention (ROP) bezieht sich auf den Nutzen, den ein Unternehmen aus Investitionen in Präventionsmaßnahmen zieht. Im Zusammenhang mit dem AlleinarbeiterInnenschutz bedeutet dies, dass Investitionen in die Sicherheit von allein arbeitenden Mitarbeitern sich langfristig auszahlen können.
Durch den AlleinarbeiterInnenschutz kann das Risiko von Unfällen und Gesundheitsschäden reduziert werden, was sich wiederum positiv auf die Produktivität und Effizienz des Unternehmens auswirken kann. Mitarbeiter, die sich sicher fühlen, sind in der Regel motivierter und leistungsfähiger. Zudem können durch einen guten Alleinarbeiterschutz auch die Kosten für Versicherungen und Schadensersatzansprüche reduziert werden.
Ein sorgfältig geplanter und umgesetzter AlleinarbeiterInnenschutz kann somit langfristig zu einem positiven Return on Prevention führen, indem er nicht nur die Sicherheit der Mitarbeiter erhöht, sondern auch wirtschaftliche Vorteile für das Unternehmen bietet
Kostenfaktoren
- Kosten für persönliche Schutzausrüstung
- Investitionskosten
- Organisationskosten
- Kosten für sicherheitstechnische Betreuung
- Anlaufkosten
- Kosten der Arbeitsstunden für Maßnahmenüberwachung und Unterweisungen
Präventionsnutzen
- Kosteneinsparungen durch weniger Betriebsstörungen und Ausfallzeiten
- Wertsteigerung durch gestiegene Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter
- Wertsteigerung durch Reputationsgewinn durch höheres Image
- Vermeidung von Geldbußen, Gerichtsverfahren, Vertragsstrafen durch Projektverzögerung